Über mich

So wird zeit mal was über mich zu erzählen.
Ich bin Linus Bade, geboren am 03.07.2000 in der schönen Hauptstadt Berlin.
Und so ungefähr würde ich mich beschreiben:
Kreativ, jung und im positiven Sinne verrückt. Mein Leben fing schon von Minute 1 an anders zu werden, als das typische. Bei meiner Geburt hatte ich Sauerstoffmangel. Dadurch sind Schädigungen in meinem Gehirn gekommen. Folge davon: Ich bin Spastiker! Und das mit vollem Einsatz.

Eigentlich hat das nichts großes an mein Leben verändert. Ich bin zur Schule gegangen und mache derzeit eine Ausbildung zum Mediengestalter.

Mit einer kleinen Idee, die ich Ende 2017 hatte, änderte sich vieles in meinem Leben. Sehr oft wurde ich auf Grund meiner Behinderung angestarrt, ausgelacht oder nachgeahmt. Dies nervte mich und ich habe mich die  Frage gestellt woran das liegt. Meine Antwort: Die Menschen haben kein Kontakt zu behinderten Menschen und haben Vorurteile. Das wollte ich ändern. Also habe ich zusammen mit meinem langjährigen Freund Jasper Dombroski das Projekt „Handicap Lexikon gegründet. Eine Internetplattform die zum Austausch zwichen Menschen mit und ohne Behinderung dienen soll. Das Projekt ist Online erreichbar unter www.handicap-lexikon.de.

Im Laufe der Zeit die ich in das Handicap Lexikon steckte wurde mir bewusst, dass die „Arbeit“ genau meins ist. Ich fing an mich immer mehr mit dem Thema „Behinderung“ zu beschäftigen. Ich ging auf Demos, hielt Vorträge auf Veranstaltungen, machte auf das Thema aufmerksam. Im Laufe der Zeit baute ich mit Jasper unser Projekt immer mehr auf, sodass wir immer mehr Aufmerksamkeit bekammen.

Nach meiner Schulzeit suchte ich eine Ausbildung. Leider erstmal ohne Erfolg. Ich war also ein Jahr arbeitslos. Durch Zufall bin ich auf die Kopf, Hand und Fuss gGmbH aufmerksam geworden. Diese hat sich zum Ziel gemacht die Teilhabe von Menschen mit Behinderung zu ermöglichen. Dort habe ich 2017 eine Weiterbildung zum Inklusionsberater gemacht. Ich habe mich viel mit Barrieren im Altag beschäftigt. Zusammem mit anderen Absolventen habe ich anschließend den Verein IN-Gesellschaft e.V. gegründet. Ein Verein der sich für eine inklusive Gesellschaft einsetzt.

2018 haben wir zusammen mit dem Berliner behinderten Verband die Selbsthilfegruppe „RadAb“ ins Leben gerufen. Dort treffen sich einmal im Monat Menschen mit Körperbehinderung und unternehmen viele verschiedene Dinge. Um mich mehr auf die Gruppe einzustimmen, habe ich eine Weiterbildung zum Selbsthilfegruppen–Gründer absolviert. Für mehr besucht uns auf Facebook.

Über das Handicap Lexikon hat sich der Berliner Behinderten Sportverband gemeldet. Sie hatten eine neue Sportart für Menschen mit Behinderung und fragten uns, ob wir diese mal testen und verbreiten wollen. Es stellte sich schnell herraus, dass die Sportart namens RaceRunning voll mein Ding ist und trainierte immer weiter. Wo ich jetzt steh, könnt ihr hier sehen.

Bis heute bin ich in den Bereich geblieben und entwickle immer mehr Projekte die das Leben mit Behinderung erleichtern sollen. Ich biete zudem noch Beratung für andere Firmen an, die inklusiver werden wollen.

Ganz abseits von dem Inklusionskram bin ich gerne in der Natur, baue viel mit Holz und fahre gern Fahrrad.

Ein Punkt der viel Überwindung brauchte war das „Outing“, dass ich mich in der Frauenrolle wohler fühle. So trage ich im Altag eher weiblichere Kleidung. Das macht mich frei. Jahrelang hatte ich den Drang, allerdings auch die Angst auf die Reaktion im Bezug auf Behinderung, Geschlecht und Gefühle.