Sport, Aktivismus, Design

Auch wenn es nicht so aussieht, ja ich mache Sport. Und das sogar seit Anfang 2018 International. Damit bin ich auch der erste deutsche Sportler auf internationaler Ebene der diese Sportart in Deutschland ausübt.

Meine Sportart heißt RaceRunning. Noch nie gehört? Kein Problem, diese Sportart ist auch ziemlich neu. Ich erkläre es dir:

RaceRunning ist eine Sportart die extra für Menschen mit Cerebralparese entwickelt wurde. So einfach zu beschreiben ist das garnicht, deswegen hier erstmal Fotos.

Nun zu meiner Erklärung:
RaceRunning ist ein Laufsport, der mit einem Sportgerät namens „Runningframe“ betrieben wird. Dieses drei räddrige Gerät verfügt über einen Sattel und einer Brustplatte. Hände am Lenker, Füße auf dem Boden und los geht es: Gelaufen wird auf einer Tratanbahn. Die einzigste Regel: Spur halten! Die Sportler treten neben einnander an und der schnellste gewinnt. Logisch oder? Es gibt verschiedene Distanzen. Diese gehen von 40m bis hin zu 1500m. Ich habe mich auf die 100m spezialisiert, wobei ich auch schon 200m, 400m und 800m gelaufen bin. Da jede Spastik unterschiedlich stark ausgeprägt ist, gibt es 3 verschiedene Grupen. RR1, RR2 und RR3. In diese Gruppen wird man mit Hilfe eines Testes über die Beweglichkeit deines Körpers hinzugewiesen. RR1 ist somit die Gruppe mit den größten Einschränkungen. Mit meiner Behinderung bin ich in RR2 gelandet. 
Wer mehr über diese Sportart wissen möchte, kann gerne auf Racerunning.org vorbei schauen.

Meine Rennen

07.07.-14.07.2019 – Dänemark

 Es hat geklappt. Ich und mein mitsportler Jasper Dombrowski konnten nach Dänemark. Dort ist die Sportart schon bekannter und jedes Jahr gibt es ein RaceRunning Cup. Dieser ging 7 Tage und ist aufgeteilt in 3 Tage Training und 3 Turnier Tage. Meine erste Chance mich mit anderen Sportlern zu messen, was ich auch größenteils gemacht habe. Angemeldet war ich für 100m, 200m, 400m und 800m.
Das erste Rennen waren die 100m. Nach einem perfekten Start kam mein RunningFrame ins schwanken und ich stürzte. Doch für lange ergärn und schonen war keine Zeit. Noch am selben Tag ging ich für die 800m am Start. Eine Distanz die ich zuvor nicht gelaufen bin. Nachdem ich in der Vorrunde mit einer Zeit von 03:28,74 Minuten den 2. Platz erreichte, konnte ich mich im Finale auf dem 1.Plat positionieren mit einer Zeit von 03:26,89 Minuten erreichen.
Am nächsten Tag standen die 400m an, die ich mit einer  Zeit  von 01.34,44 min in der Vorrunde und 01.33,80 min im Finale absolvierte.
Der letzte Start waren dann noch die 200m. Diese habe ich mit 44,22 in der Vorrunde und 43,19 sek im Finale beendet.

21.08.2019 – Berlin

Es ging wieder auf die Bahn für meine nächsten 100m. Diesmal in Berlin. Mit einer Zeit von 20,85 sek, habe ich ein weiteres Mal meine Zeit getoppt.